Hallo,

 

ich heiße Christiane. Ich wurde im Jahr 1982 in Russland geboren. Nach Abschluss der Schule, habe ich ein Studium im  Bereich Finanzen und Kreditwirtschaft begonnen. Das habe ich 2004 abgeschlossen. Ich habe gearbeitet, war viel mit Freunden unterwegs und ich hatte eine tolle Zeit. Eigentlich habe ich wie fast alle anderen Menschen ein ausgefülltes unbekümmertes Leben geführt.

 

Im Oktober 2010 hat sich mein ganzes Leben durch ein schreckliches Unglück komplett verändert. Ich hatte einen

schrecklichen Autounfall, bei dem ich so

schwer verletzt wurde, dass meine Ärzte

keine andere Wahl hatten, als mein linkes

Bein im Oberschenkel zu amputieren. Ich war

über einen Monat im Krankenhaus. Ich hatte damals keine Vorstellung wie ich, mit nur einem Bein, weiterleben soll. Es war einfach nur schockierend. Das einzig positive was ich erkennen konnte war, dass ich noch lebte.

 

Es kam der Tag an dem ich entlassen wurde. Dank meiner Familie und meiner Freunde, die mich zu Hause aufgefangen hatten und mich nicht alleine ließen, konnte ich mich schnell erholen. Psychisch wie physisch.

Als ich damals nicht aus dem Haus konnte habe ich mich in die virtuelle Welt gestützt. Da bin ich dann relativ schnell auf die ersten Devotees gestoßen. Anfänglich war ich natürlich sehr erstaunt, dass es solche Menschen gibt. Nach den ersten Unterhaltungen, habe ich diesen Umstand nicht mehr als so schlimm wie am Anfang empfunden. Ich habe Stück für Stück festgestellt, dass das nicht unbedingt schlecht ist.

 

Es hat mir langsam wieder Selbstbewusstsein gegeben, dass ich auch jetzt noch in den Augen eines Mannes sexy sein kann.  

Sechs Monate nach meiner Amputation bekam ich meine erste Prothese. In der ersten Zeit mit ihr habe ich sie nur noch selten ausgezogen und machte keinen Schritt nach draußen ohne sie. Ich habe mich ohne die Prothese einfach nicht wohl gefühlt obwohl es öfters unbequem und unkomfortabel war. Durch die Erkenntnis dass es Devotees gibt, kam langsam wieder das Gefühl, dass ich auch wie ich bin schön bin.

 

Stück für Stück habe ich aufgehört auf Meinungen anderer Leute zu hören und habe auf mich selbst geachtet, was für mich selbst wichtig ist und was mein Inneres zu mir sagt. In dieser Zeit habe ich Natalie kennen gelernt. Wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Sie war auch wie ein gutes Beispiel für mich, wie man auch mit so einer Behinderung schön sein kann, als Model arbeiten kann und ein erfülltes Leben führen kann. So bin ich dann zu ihr nach Deutschland gekommen und bin Teil von Natalies Palace geworden. Diese Erfahrung hat mir noch mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein für mich und meinen Weg gegeben und jetzt kann ich sagen, dass ich frei von  irgendwelchen Zwängen und mit selbst zufrieden bin. Ich hoffe dass ihr und unser Beispiel noch für viele andere Frauen in dieser Situation als Vorbild dienen kann und sie dadurch ein glücklicheres Leben führen.

 

Eure Christiane